Mein Reiseblog - eine "Baustelle"

65 Länder auf vier Kontinenten habe ich bisher besucht - und weitere werden - hoffentlich - noch folgen!

Donnerstag, 28. Dezember 1995

1995: Südafrika

Campingreise in die schönsten Nationalparks und einzigartige Städte - und das ein Jahr nach dem Ende der Apartheid. Mehr Text folgt!

Donnerstag, 29. Dezember 1988

1988: DDR - ein Jahr vor der Wende

Exkursion mit der ARGE der Geografen in NÖ

Organisiert von Franz Hofleitner aus Waidhofen an der Ybbs, unternehmen wir eine äußerst interessante Exkursion in die DDR - nicht wissend, dass wir ein Jahr vor der "Wende" noch einmal die typisch kommunistischen Rahmenbedingungen erleben. In fünf Tagen bekommen wir einen intensiven Eindruck von der Dekadenz des real existierenden Sozialismus im Arbeiter- und Bauernstaat.

Schon die Einreise ist mit den typischen Schikanen gespickt: genaue Kontrolle von Bus und Gepäck, und kurz nach der Grenze empfängt uns die Reiseleiterin, die als systemtreue Stasi-Mitarbeiterin genau darauf achtet, dass wir ja keine Schritte außerhalb des vorgesehenen Besuchsprogramms machen. Dieses ist aber äußerst interessant und gibt uns einen Einblick in das Leben der DDR. Die Stationen unserer Reise sind Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt), Dresden und Leipzig. Neben Stadtbesichtigungen und einem Ausflug ins Elbsandsteingebirge sind der Besuch einer LPG und ein Vortrag über die Wirtschaftspolitik der DDR auf der Uni in Dresden vorgesehen. Eine Fahrt mit dem Dampfzug (Harzquerbahn) und ein Stopp an einem Kohletagbau gehören zu den Highlights.

Vor allem das im Krieg zerstörte Dresden macht einen besonders deprimierenden Eindruck: Überall noch die Brandruinen, und vor allem von der später wiederaufgebauten Frauenkirche steht nur ein Torso. Stolz wird uns allerdings der neu renovierte Zwinger gezeigt.

Dresden - geprägt von den Zerstörungen des Krieges

Kohle und Trabi - typisch für die DDR

Harzquerbahn


Mittwoch, 28. Dezember 1983

1983: Island - mit dem Geländewagen durch die Wildnis

Aufgrund seiner geographischen Lage und der geologischen Situation wird Island als "Insel aus Feuer und Eis" bezeichnet. Die touristische Erschließung ist im Jahr 1983 noch sehr weitmaschig, und so ist unser Vorhaben, zu zweit mit einem Geländewagen die Insel zu durchqueren, für uns ein echtes Abenteuer. Nach der Anreise übernehmen wir in Reykjavik unseren Leihwagen - einen Daihatsu-Geländewagen - und versorgen uns noch mit dem notwendigen Equipment (z. B. Zelt). Unsere Route beginnt im Süden und führt entlang der Ringstraße einmal um die Insel - mit einigen Abstechern:
  • zum Gletschersee am Eyjafjallakökull
  • durch die Eldgja (tektonisch angelegter Graben) zum Ofaerufoss, über den sich eine natürliche Basaltbrücke spannt
  • Wanderung im Nationalpark Skaftafell am Rand der großen Gletscherzungen des Vatnajökull
  • bei Schneesturm zum Dettifoss, dem mächtigsten Wasserfall Europas
  • Abendwanderung auf den westlichen Vorbergen von Akureyri bei herrlichem Wetter, wunderbarer Fernsicht und mit vielen Blumen
  • abgebrochene Wanderung zu den heißen Quellen am Kerlingarfjöll (starker Regen und Wind)
  • mit dem Fährschiff nach Vestmannaeyjar, wo noch der Boden nach dem Vulkanausbruch von 1973 dampft
Natürlich führt uns die Rundreise auch zu den touristisch bekannten Zielen: Skaftafell, Gulfoss, Thingvellir - bevor wir nach zwei Wochen und 1400 km unser Auto wieder in Reykjavik zurückgeben. Die einzigartige Weite des Landes und die Tatsache, dass man oft -zig Kilometer, stundenlang allein unterwegs ist, die klimatischen Umstände (Schnee- und Sandstürme selbst im Sommer) und unsere doch recht spartanische Ausrüstung lassen uns den Kontakt mit den Gewalten der Natur viel enger erscheinen als in einem gut erschlossenen Gebiet der Alpen. 

Die dritte Woche verbringen wir in einem Privatquartier in Reykjavik. Während hier im Juli vor allem Kälte und Regen herrschen, erlebt Mitteleuropa einen besonders heißen Sommer - er sollte nicht der erste sein.
Unsere Reiseroute in Island

Am Eyjafjallajökull

Mit dem Geländewagen durchs Hochland

Reykjavik - damals noch eine verschlafene Stadt