Mein Reiseblog - eine "Baustelle"

65 Länder auf vier Kontinenten habe ich bisher besucht - und weitere werden - hoffentlich - noch folgen!

Samstag, 22. August 2026

Auf dem Landweg in den Nordosten der Türkei (mit Zug und Bus)

Eine Kolumne im Südwind-Magazin von Sarah Pallauf (4/2025) https://www.suedwind-magazin.at/echt-jetzt/ bringt mich auf die Spur zu einer außergewöhnlichen Reise: mit dem Zug auf dem Landweg in den Nordosten der Türkei - insgesamt etwa 3200 km! Dabei handelt es sich um ein Zusatzangebot zu einer Studienreise eines Reisebüros mit politischem und gesellschaftlichem Fokus https://www.alsharq-reise.de/de/tour/nordostturkei082026. Die Vorbereitungen sind äußerst umfangreich: Sarah besorgt alle Tickets und kümmert sich um die Hotelübernachtungen auf dem Hinweg, sie begleitet mich und die anderen drei Teilnehmerinnen auf der Anreise. Die Rückreise bestreiten wir dann unbegleitet, allerdings ausgestattet mit allen notwendigen Unterlagen. Hier der Ablauf in Kürze:

Anreise mit dem Zug:
  • Fr, 31.07.: Treffpunkt der Zugreisenden auf dem Wiener Hauptbahnhof, mit dem Nachtzug "Dacia" der Rumänischen Bahn im Liegewagen nach Bukarest (Fahrzeit 16:30 St.)
  • Sa, 01.08.: Ankunft in Bukarest, am Nachmittag "free walking tour" durch das Stadtviertel Cotroceni. Übernachtung im Hotel.
  • So, 02.08.: Fahrt mit dem Nachtzug (Liegewagen) von Bukarest über Bulgarien (Donauquerung bei Ruse) nach Istanbul-Halkalı (Fahrzeit 26 St.). 
  • Mo, 03.08.: Eintauchen in den Trubel des Stadtteils Kadiköy (Istanbul / asiatische Seite), Weiterfahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Ankara (Fahrzeit 5 St.). Übernachtung im Hotel.
  • Di, 04.08.: Am Vormittag Besichtigung der Zitadelle von Ankara, Weiterfahrt mit dem Doǧu ekspresi (Liegewagen).
  • Mi, 05.08.: Nach 25 Stunden Fahrzeit Ankunft in Erzurum. Übernachtung im Hotel.
  • Do, 06.08.: Am Vormittag Besichtigung der Altstadt von Erzurum, dann Fahrt mit dem Linienbus nach Borçka
Programm der Alsharq-Studienreise:
  • Fr, 07.08.: Wanderung über Almwiesen zur Hochalm Klaskur
  • Sa, 08.08.: Fahrt durch das Macahel-Biosphärenreservat, Besuch der georgisch-türkischen Grenze
  • So, 09.08.: Wanderung zum Maral-Wasserfall
  • Mo, 10.10.: Fahrt durch die Berge mit Tee- und Aussichtspausen
  • Di, 11.08.: Wanderung zu den Ruinen eines georgischen Klosters und zum Suatılan-Wasserfall
  • Mi,12.08.: Fahrt zum Çıldır-See und nach Kars
  • Do, 13.08.: Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes Ani an der armenischen Grenze, Abendessen bei einer kurdischen Familie
  • Fr, 14.08.: Lange Busfahrt entlang der Grenze zu Armenien und Iran, Besichtigung des osmanischen IshakPaşa-Palastes, Badepause am Van-See.
  • Sa, 15.08.: Fahrt mit dem Schiff auf die Insel Akdamar, abendlicher Besuch der Burg Van.

Sonntag, 14. Juni 2026

Mit dem Wohnmobil nach Sizilien und Kalabrien

Sizilien - dieses Reiseziel steht schon lange auf unserer "Bucket List"! Im Frühsommer 2026 wird diese Reise endlich Wirklichkeit - 22 Tage, 4007 km, XX Stunden Fahrzeit. Hier die wichtigsten Etappen und Ziele:

  •  Pfingstsonntag: am Nachmittag über die Westautobahn ins Tiroler Inntal - Stellplatz in Pill (So, 24.05.)
  • Über die Brennerautobahn und Norditalien bis nach Genua, dort Check-in für die Fähre nach Sizilien. (Mo, 25.05.)
  • Nach einer ruhigen Überfahrt (20 Stunden) in einer neuen Fähre Ankunft am Nachmittag in Palermo. Campingplatz im ruhigen Vorort Sferracavallo. (Di, 26.05.)
  • Stadtbesichtigung von Palermo mit Aurora, die wir über https://www.getyourguide.com/ gebucht haben. (Mi, 27.05.)
  • Weiterfahrt nach Cefalù, dort zwei Nächtigungen. Besichtigung der Stadt, Aufstieg zum Burgberg. (Do/Fr, 28./29.05.)
  • Durch den Naturpark Madonie ins Landesinnere bis zum Agroturismo Bio Villa Gerace, wo wir kulinarisch wunderbar verssorgt werden. (Sa, 30.05.)
  • Weiter an die Südküste bis nach Agrigent, dort Besichtigung des Valle di Templi. (So, 31.05. / Mo, 01.06.)
  • An der Südküste nach Westen bis nach Eraclea Minoa, dort verbringen wir einen Tag am Strand und wandern zum Capo Bianco. (Di, 02.06.)
  • Lange Fahrt quer über die Insel bis an die Ostküste, Agrocamping in der Nähe von Siracusa. Dort besichtigen wir die Stadt und den Archäologischen Park - bequem mit dem Hop-on-hop-off-Bus. (Mi/Do, 03./04.06.)
  • Natürlich ist in Sizilien der Ätna Pflichtprogramm: über Nicolosi (an der Südseite) bis zum Parkplatz am Rifugio di Sapienza, mit der Kleinkabinenbahn bis auf 2600 m, zu Fuß weiter bis auf ca. 3000 m. Nach der Talfahrt weiter auf die Nordseite des Ätna bis Passopisciaro, wo wir bei einem Weingut mit angeschlossenem Restaurant nächtigen. (Fr/Sa, 05./06.06.)
  • An die Ostküste bis Taormina (ohne Stadtbesichtigung), Campingplatz am Meer. (So, 07.06.)
  • Auf der Autobahn nach Messina, mit der Fähre nach Villa San Giovanni. An der Küste Kalabriens bis nach Ricadi, dort verbringen wir im Camping-Ressort Costa Verde zwei wunderschöne Tage. Mit dem Taxi in den Touristen-Hotspot Tropea. (Mo/Di, 08./09.06.)
  • In mehreren Etappen durchqueren wir Italien von Süden nach Norden - erster Stopp in Mormanno im Parco Nazionale Pollino. (Mi, 10.06.)
  • Weiter nach Norden, von Florenz überqueren wir den Appennin über eine Bergstraße, über Bologna und Udine bis nach Kärnten, Nächtigung auf einem kleinen Campingplatz im Gailtal. (Do/Fr, 11./12.06.)
  • Noch geht es nicht nach Hause, denn wir besuchen ein Konzert des Originalklang!Orchesters in Mikulov in Südmähren. (Sa, 13.06.)
  • Kurze Besichtigung von Mikulov, dann Heimfahrt. (So, 14.06.) 
Siziliens Geschichte
Die Insel kann auf eine vielfältige Geschichte zurückblicken, die auch heute in verschiedenen Aspekten sichtbar ist. Über fast drei Jahrtausende wechselten sich Eroberer und Fremdherrschaften ab:
  • Griechen und Phönizier - die vielen Tempel erinnern an diese Periode.
  • Die Herrschaft der Römer war geprägt von Ausbeutung, intensiver landwirtschaftlicher Nutzung und Abholzung der Wälder.
  • Später wurde Sizilien unter der Herrschaft von Normannen, Franzosen und Bourbonen zum Spielball fremder Mächte.
  • Im 19. Jahrhundert brachte die Bewegung des Risorgimento Sizilien zum italienischen Nationalstaat. Es entwickelte sich der Gegensatz zwischen dem hochentwickelten Norden und dem rückständigen Süden.
Mezzogiorno
Wirtschaftliche Rückständigkeit, wenige Arbeitsplätze, Abwanderung und Umweltverschmutzung sind die Kennzeichen vieler Regionen im Süden Italiens. Auch in Sizilien sind diese Merkmale deutlich sichtbar. Trotz großer Erfolge im Kampf gegen die Mafia sind die Einflüsse der "Cosa Nostra" weiterhin intakt.

Agriturismo
Diese Form des sanften Tourismus gehört zum Feinsten, was Italien dem Reisenden mit dem Wohnmobil zu bieten hat. Wir nutzen diese Form der Beherbergung dreimal:
  • Agroturismo Bio Villa Gerace bei Enna - wunderschön gelegen im Inneren der Insel, wir genießen ein Viergangmenü mit Weinbegleitung. (30.05.)
  • Etna Wine Agroturismo Passopisciaro am Nordfuß des Ätna - Weingut mit angeschlossenem Restaurant (06.06.)
  • Agroturismo Donna Bianca bei Mormanno im Naturpark Pollino in Kalabrien (10.06.)
Cefalù - Altstadt mit dem Normannendom

Im Valle dei Templi bei Agrigent

Agroturismo in Kalabrien



Montag, 4. Mai 2026

Kultur, Wandern und Kulinarik in der Provence

Kultur - Wandern - Kulinarik: Diese drei Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt unserer Reise, die wir gemeinsam mit Judith und Wolfgang unternehmen. Mit Ryanair geht es direkt nach Marseille (Sa, 25.04.), wo wir zwei Tage verbringen. Die Metropole am Mittelmeer hat sich mit ihrer Nominierung zur Europäischen  Kulturhauptstadt (2013) zu einer attraktiven Destination entwickelt. Wir besichtigen die Region rund um den Vieux Port, besuchen das MUCEM (Musée des Civilisations de l'Europe et de la Mediterranée) und steigen natürlich hinauf zur Basilika Notre-Dame de la Garde. Kulinarischer Höhepunkt: der Besuch des Restaurants Les Arcenaulx.
Zweiter Schwerpunkt sind drei Wanderungen im Massif de la Sainte Baume, etwa 20 km im Hinterland gelegen. Die blühende Macchie und Ausblicke bis nach Marseille sind die besonderen Highlights in dieser Region, in die sich nur wenige Touristen verirren (Mo, 27.04. bis Mi, 29.04.). Mehr darüber im Outdoor-Blog: https://hw-outdoor.blogspot.com/2026/05/wandern-in-der-provence.html
Anschließend geht es an die Mittelmeerküste nach Cassis. Hier unternehmen wir zwei Wanderungen, tauchen ein in die Atmosphäre der kleinen Hafenstadt, sind Zaungäste einer Parade der Fremdenlegion und genießen ausgiebig die französische Kulinarik - mit Crêpes, Moules frites und noch viel mehr... 
Am letzten Tag unseres Aufenthalts fahren wir mit dem Zug in die Hafenstadt Toulon (So, 03.05.). Nach einem entspannten Kaffee am Hafen schlendern wir über den großen Markt und lassen uns mit Bus und Télépherique auf den Hausberg Faron bringen, wo wir die Aussicht genießen. 
Erst am Tag unserer Rückreise (Mo, 04.05.) schlägt das Wetter um - die ganze Zeit werden wir mit sonnigem Wetter und angenehmen Temperauren verwöhnt. 

Vieux Port in Marseille

Alles blüht! Frühling an der Côte d'Azur

Das Hafenstädtchen Cassis

Blick auf Toulon




Dienstag, 4. November 2025

Stopover: Katar

Auf der Rückreise von Japan verbringen wir zwei Tage in Doha, der Hauptstadt von Katar (02./03.11.). Wir nützen die Zeit, um am Strand zu relaxen, genießen die sommerlichen Temperaturen, unternehmen eine Stadtrundfahrt und besichtigen das Nationalmuseum. Den Abend des zweiten Tages verbringen wir im zentralen Souq Waqif. 

Fakten und Impressionen
Von den etwa 3,6 Millionen Einwohnern sind nur etwas mehr als 10% Staatsangehörige, die alle Privilegien genießen: In dem Land mit einem der höchsten Pro-Kopf-Einkommen weltweit genießen sie Steuerfreiheit, zahlen keine Gebühren für Strom und Wasser und haben kostenlosen Zugang zu Bildung und Gesundheit. Die große Mehrheit bilden Arbeitsmigranten ohne permanente Aufenthaltserlaubnis. Sie verrichten die Arbeit und sind im Straßenbild der Hauptstadt dominant. Das Stadtbild ist geprägt von der Silhouette von Wolkenkratzern und der Hafenpromenade "Corniche". Beeindruckend die Architektur des Nationalmuseums, in dem das kulturelle Erbe Katars vorgestellt wird. 

Am Strand - vor der Kulisse zahlreicher Wolkenkratzer

Das Nationalmuseum als architektonische Landmarke

Im Souq Waqif


Japan: Kultur und Wandern

Wieder unterwegs unter der Ägide von Weltweitwandern - diesmal in Japan. Zwei Wochen lang geht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln quer über die Hauptinsel Honshu. Maria und ich sind Teil einer Reisegruppe von insgesamt 13 Teilnehmern - geleitet von der kompetenten und liebenswürdigen Ayaka. Hier die Etappen der Reise:

  • Anreise mit Qatar Airways über Doha, Ankunft in Tokyo Narita und mit dem Flughafenexpress und der U-Bahn ins Hotel in Tokyo. (Fr/Sa, 17./18.10.)
  • Kurzbesichtigung von Tokyo - für einen Tag Eintauchen in das Gewusel der Hauptstadt mit einigen Impressionen zwischen Tradition und Moderne. (So, 19.10.)
  • Wanderung auf den Berg Mitsutoge - leider ohne Panoramablick auf den Fuji, der sich im Nebel versteckt. (Mo, 20.10.)
  • Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen nach Nagano, weiter mit dem Linienbus ins Bergland zur Übernachtung in einem typisch japanischen Ryokan. (Di, 21.10.)
  • Es folgen mehrere Wanderungen in den japanischen Alpen: auf dem Ninja-Trail, in Kamikochi, auf dem Nakasendo-Trail. (Mi/Do/Fr, 22./23./24.10.)
  • Nach einer langen Fahrt mit dem Expresszug über Nagoja geht es nach Kii-Katsuura - eine kleine Hafenstadt an der Südküste. Hier besuchen wir den Fischmarkt, unternehmen eine Bootsfahrt und wandern wieder auf einem Pilgerweg zum Nachi-Wasserfall. (Sa, 23.10. bis Mo, 25.10.)
  • Wieder eine lange Zugfahrt - Ziel ist die Insel Miyajima mit dem bekannten Schrein Itsukushima. Wanderung auf den Mount Misen. (Di, 28.10.)
  • Kurzer Besuch des Friedensparks in Hiroshima, weiter mit dem Shinkansen nach Kyoto. (Mi, 29.10.)
  • Zwei Tage verbringen wir zum Abschluss in Kyoto und Nara mit seinen einzigartigen Kunstschätzen. Abschließend bleibt noch Zeit für Einkäufe auf dem Nishiki-Markt. (Do/Fr, 30./31.10.)
  • Die lange Rückreise (Sa, 01.11.) unterbrechen wir für zwei Tage für einen Stopover in Doha, der Hauptstadt von Katar, und kehren erst danach nach Hause zurück. (Di, 04.11.)

Unsere Reisegruppe auf dem Mount Misen

Die Highlights der Reise:
Die einzigartige Kombination von Kultur und Wandern - typisch für das Reisebüro Weltweitwandern. In zwei Wochen lernen wir nicht nur einige der bekanntesten kulturellen Höhepunkte kennen, auf unseren Wanderungen erkunden wir die Natur - abseits der großen Touristenströme: taoistische Schreine inmitten von Zedernwäldern, Wasserfälle und steile Steintreppen, die zu buddhistischen Tempeln führen.
UNESCO-Welterbe-Schrein Itsukushima auf der Insel Miyajima

Die perfekte Funktionalität der öffentlichen Verkehrsmittel - wir legen alle Wege zwischen den weit entfernten Zielen mit U-Bahn, Linienbus, Expresszug und im legendären Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen zurück. Auf den Fernverbindungen ist Reservierung erforderlich, die einzelnen Verbindungen sind perfekt aufeinander abgestimmt - die legendäre japanische Pünktlichkeit macht's möglich. Unser Großgepäck wird von Hotel zu Hotel transportiert, das erspart uns das Schleppen der Koffer und Taschen.

Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen

Die japanische Kultur - wir übernachten mehrmals in traditionellen Ryokans, lernen die spezielle Badekultur im Onsen kennen und werden kulinarisch mit typischen Spezialitäten verwöhnt. So erweist sich die Reise auch als richtige Gourmet-Tour!

So werden wir kulinarisch verwöhnt!




Mittwoch, 17. September 2025

Zum Wandern mit dem Wohnmobil: Bosnien-Herzegowina

Für eine Woche Wandern in Bosnien nehmen wir zur Anreise unser Wohnmobil. Hier die einzelnen Etappen:
  • Über Südautobahn und Slowenien nach Zagreb, Karlovac zur Grenze nach Bosnien, weiter über Bihac nach Jajce (Mi/Do, 03./04.09.)
  • Nach der Besichtigung des Kastells in Jajce weiter nach Sarajevo, wo wir unser Wohnmobil für eine Woche an einem Campingplatz außerhalb der Stadt abstellen. Wir treffen Emina und Erna zum Abendessen. (Fr, 05.09.)
  • Für eine Woche sind wir Teil der Wandergruppe von Weltweitwandern https://hw-outdoor.blogspot.com/2025/09/wandern-in-bosnien.html 
  • Wir treffen unser Wohnmobil wohlbehalten an und fahren zunächst über Mostar zum Campingplatz "Green Park" in Zitomislici - direkt am Ufer der Neretva. (So, 14.09.)
  • Nach einem Stopp an der historischen Siedlung Pocitelj und bei den Wasserfällen von Kravica überqueren wir die Grenze nach Kroatien und fahren die Küstenstraße entlang an die Makarska Riviera. Einen Campingplatz an der Küste suchen wir allerdings vergeblich, und nach langem Suchen landen wir im Landesinneren auf dem Camp Biokovo. (Mo, 15.09.)
  • Den nächsten Tag verbringen wir in Baska Voda am Strand. (Di, 16.09.)
  • Bleibt nur noch die Heimfahrt - fast durchgehend ohne Stau auf der Autobahn über mehr als 800 km. (Mi, 17.09.) 
4 + 4 Tage / 2112 km

Das Kastell von Jajce

Am Strand von Baska Voda

Küstenstraße an der Makarska Riviera


Dienstag, 17. Juni 2025

Megastadt Istanbul - historische Spuren und aktuelle Entwicklungen

In Kooperation mit GeoCompass https://www.geocompass.at/ und dem Reisebüro Kneissl findet eine einwöchige Städtereise nach Istanbul statt. Unter der Leitung von Prof. Ernst Struck tauchen zwölf Teilnehmer in Geschichte und Gegenwart dieser Megastadt mit 18 Millionen Menschen ein. Hier der Überblick über den Ablauf:

  • Dienstag, 10.06.: Ankommen und erster Überblick
    Linienflug mit Turkish Airlines nach Istanbul, Transfer zum Hotel Momento Golden Horn - direkt an der Galata-Brücke. Nach dem Treffen mit Prof. Struck Fahrt mit dem Bus zur Büyük Camlica - der höchsten Erhebung Istanbuls mit Panoramablick über die Megastadt. Der Ausblick reicht auf das Marmara-Meer, den Bosporus und die vielen Teile der Metropole. In Karaköy - dem zentralen Stadtteil, wo sich unser Hotel befindet - kehren wir zum Abendessen ein.
  • Mittwoch, 11.06.: die historische Halbinsel - klassische Höhepunkte der Geschichte
    Wir brechen früh am Morgen auf, um dem Touristenansturm in der Hagia Sophia - dem wohl bedeutendsten Sakralbau der Stadt - zu entgehen. Danach besuchen wir die Yerebatan Zisterne (die "Zisterne der 1001 Säulen"). Am Nachmittag durchwandern wir den Topkapı Palast - die weitläufige Palaststadt der Sultane. Damit nicht genug, geht es abschließend in die Blaue Moschee - das architektonische Abbild der Hagia Sophia. 
  • Donnerstag, 12.06.: das osmanisch-orientalische Flair der Basar
    In der Sultansmoschee bekommen wir elementare Informationen zum Islam und seiner Entwicklung seit Mohammed. Dann tauchen wir ein in die vielfältige Welt der Basare. Weiter geht es zum Bahnhof Sirkeci, wo einst der legendäre Orient-Express ankam. Am Nachmittag fahren wir mit dem Schiff nach Kadıköy - von hier haben wir eine wunderbare Sicht auf die westlich des Bosporus gelegenen Stadtteile.
  • Freitag, 13.06.: Galata, Pera, Beyoğlu  - das andere historische Istanbul und die Moderne
    Mit der Tünel-Bahn (eine Art Schrägaufzug, die schon Ende des 19. Jh. errichtet wurde) fahren wir zum Galata-Turm. Dann streifen wir durch die Gassen von Pera und haben Gelegenheit, verschiedene Kirchen unterschiedlicher Konfessionen zu besichtigen. Dann kommen wir zum Taksim-Platz, dem symbolisch aufgeladenen und politisch heiklen Zentrum dieses Teils der Stadt. Auf Geheiß des Präsidenten Erdoğan wurde eine neue Moschee errichtet - als sakraler Gegenpol zum Atatürk-Kulturzentrum, dem Symbol des laizistischen Staates. Abschließend geht es zum neuen Hafen für die Kreuzfahrtschiffe.
  • Samstag, 14.06.: Die unterschiedlichen Lebenswelten der Metropole
    Wir fahren mit dem Schiff nach Kadiköy und verbringen den ganzen Tag in diesem Stadtteil. Dabei wechseln die verschiedensten Schwerpunkte ab: Einkaufsstraßen und Märkte für die Einheimischen - Besuch einer Moschee - die unterschiedlichen Baualter der Gebäude - Besuch eines Zentrums der Aleviten - Gentrifizierung von Stadtvierteln durch Funktionsänderung (Gastronomie statt Handwerk). Am Nachmittag schlendern wir am Kai entlang und kehren nach dem Abendessen mit der Fähre wieder zurück.
  • Sonntag, 15.06.: Der Wallfahrtsort Eyüp und die modernen Citys
    Zuerst besichtigen wir die Theodosianische Stadtmauer, die teilweise rekonstruiert wurde. Dann geht es nach Eyüp, einen der wichtigsten muslimischen Wallfahrtsorte. Im Gegensatz dazu steht die moderne Stadtentwicklung mit ihren Symbolen der Wirtschaftsmacht in Levent: Einkaufszentren verschiedenen Charakters, bis hin zu einer High-End-Mall mit exklusiven Läden sowie Hochhäuser und Wolkenkratzer.
  • Montag, 16.06.: Mit dem Schiff durch den Bosporus
    Der erste entspannende Tag im Lauf der Woche! Wir fahren von Eminönü mit dem Schiff durch den gesamten Bosporus bis zum Schwarzen Meer zum Fischerort und der Festung Anadolu Kavaği. Auf dem Rückweg mit dem Bus legen wir einen Kurzbesuch in der Türkisch-Deutschen Universität ein. Am Abend folgt das Abschluss-Abendessen für die gesamte Gruppe.
  • Dienstag, 17.07.: Einkauf von Souvenirs und Heimflug
    Mit unserer türkischen Führerin Yasemin besuchen wir einen Teppichhändler und bekommen gute Tipps für Einkäufe und Mitbringsel. Zur Mittagszeit verabschieden wir uns von Prof. Struck und werden mit dem Bus zum gigantischen neuen Flughafen gebracht. Am späten Nachmittag geht es mit Turkish Airlines zurück nach Wien und mit dem Zug nach Hause.
Mit diesem intensiven Programm nehme ich eine Vielfalt von Eindrücken mit, und so manches Klischee über die Türkei wird durch die fundierten Ausführungen von Prof. Struck zurechtgerückt. In der Metropole herrscht eine Art von entspannter Geschäftigkeit, sie verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur, die es ermöglicht, mit öffentlichen Verkehrsmitteln - ob Schiff, Bus oder Straßenbahn - unterwegs zu sein.
Natürlich ist Istanbul nur ein kleiner, aber wirtschaftlich dominanter Teil der Türkei. Die Politik der letzten Jahrzehnte unter der Regierung von Präsident Erdoğan hat aus dem früheren Armenhaus einen ökonomisch potenten Staat mit beeindruckendem Wirtschaftswachstum gemacht. Überall wird gebaut - so verfügt Istanbul über einen neuen Flughafen und drei Brücken über den Bosporus, und die früher noch stinkende Brühe Goldenes Horn wurde in ein sauberes Gewässer mit angrenzendem Erholungsraum verwandelt. Das Wirtschaftswachstum kommt aber nicht in der Bevölkerung an, die unter der hohen Inflation leidet, ganz zu schweigen von der politischen Unterdrückung durch die regierende AK-Partei unter Präsident Erdoğan. 

Das Innere der Hagia Sophia

Die Blaue Moschee

Taksim-Platz

Wallfahrtsort Eyüp

Wolkenkratzer in Levent - Symbol der Wirtschaftsmacht

Eine der drei Brücken, die Bosporus überspannen 

Blick auf das Goldene Horn im Abendlicht