Mein Reiseblog - eine "Baustelle"

65 Länder auf vier Kontinenten habe ich bisher besucht - und weitere werden - hoffentlich - noch folgen!

Donnerstag, 12. August 2021

Flexibel reisen mit dem Wohnmobil - so geht das im zweiten Corona-Sommer 2021

Weiterhin sind Reisen zu fernen Zielen nicht möglich - oder nur mit großen Unsicherheiten behaftet. Das Wohnmobil bietet hingegen flexible Möglichkeiten, Ziele in der Nähe zu entdecken. Das tun wir auch im Sommer 2021 mehrmals:

Frühsommer am Wolfgangsee

Rigoletto bei den Bregenzer Festspielen


Naturjuwel Lechtal im Tiroler Außerfern

Sonntag, 14. März 2021

Winterlich-sportliche Eisenbahnferien in der Schweiz

Es grenzt an ein Wunder in Zeiten von Reisebeschränkungen während der Corona-Pandemie, trotzdem ist es uns gelungen, zwei wunderschöne Wochen in Graubünden - genauer: in Filisur und Bergün - zu verbringen. Die sportlichen Aktivitäten sind im Touren-Weblog zusammengefasst:

Tourenbuch (Lauf / Rad / Berg): Bündner Haute Route: vier Tage - drei Hütten - drei Gipfel (hw-outdoor.blogspot.com)

Tourenbuch (Lauf / Rad / Berg): Traumhafte winterliche Aktivwochen in Graubünden (hw-outdoor.blogspot.com)

Unsere Ziele erreichen wir (fast) ausschließlich mit der Rhätischen Bahn. Dazu erwerben wir den Graubünden-Pass, der uns ermöglicht, an fünf von vierzehn Tagen quer durch Graubünden zu fahren. Das nutzen wir auch ausgiebig aus:

  • von Filisur nach Preda (Schneeschuhtour)
  • nach Davos zum Einkaufen
  • mit dem Bernina-Express auf den Berninapass (zur Schneeschuhtour), dann weiter nach Poschiavo und die Welterbestrecke wieder zurück nach Bergün
  • mit Bahn und Postbus nach Splügen (Wanderung auf der Via Spluga)
  • mit der Bahn nach Versam-Safien (Wanderung durch die Rheinschlucht) und nach Chur zum Einkaufen.
Die Hin- und Rückreise unternehmen wir natürlich mit dem eigenen Auto: Auf der Hinfahrt geht es problemlos über das "Große deutsche Eck" (ohne Kontrollen), das Oberinntal und durch den Vereinatunnel. Die Rückfahrt ist wegen der Durchfahrtsbeschränkungen durch Tirol etwas komplizierter: über Vorarlberg, rund um München geht es problemlos, vor der Grenze in Simbach-Braunau stehen wir allerdings eine Stunde im Stau. Kurz vor der Ankunft zu Hause Coronatest (negativ!), dann fünf Tage Quarantäne zu Hause. 

Mit Maske und Schneeschuhen...

Bernina-Express

Die Rhätische Bahn durchfährt die Rheinschlucht



Samstag, 26. September 2020

Deutschland entdecken - mit dem WOMO zu Rhein, Ahr und Mosel

Noch einmal haben wir in diesem Sommer eine WOMO-Tour auf dem Programm - diesmal geht es nach Deutschland. Zwei Wochen lang werden wir mit herrlichem Spätsommerwetter verwöhnt. Hier die wichtigsten Eckpunkte unserer Reise:

  • Anreise: über Linz - Regensburg - Nürnberg - Frankfurt fahren wir fast durchgehend auf der Autobahn bis Weilburg an der Lahn, dort installieren wir uns am Campingplatz von Odersbach. (So, 13. 09.)
  • Rheintal: über Limburg an der Lahn (Stadtbesichtigung, romanischer Dom) fahren wir nach St. Goarshausen, wo wir für zwei Tage am Campingplatz "Loreleystadt" direkt am Rhein bleiben. Von dort mit dem Zug nach Koblenz, Stadtbesichtigung, zurück über Boppard, weiter mit dem Schiff am Loreleyfelsen entlang bis St. Goarshausen. (Mo, 14.09. - Di, 15. 09.)
    Blick vom Campingplatz ins Rheintal

    • Ahrtal: Weiterfahrt über Maria Laach nach Altenahr. Dort mit dem Rad das Ahrtal entlang bis Ahrweiler. Vor der Weiterreise decken wir uns bei der Winzergenossenschaft noch mit Rotwein aus der Region ein. (Mi, 16. 09. - Do, 17. 09.)
      Radfahren im Ahrtal

      • Moseltal: Weiterhin strahlend klares Herbstwetter! Unser nächstes Ziel ist ein kleiner Campingplatz (Landkern) in der Nähe von Cochem. Dort unternehmen wir eine Wander- und eine Radtour. Weiter geht es nach Bernkastel-Kues (Stadtbesichtigung, Weinmuseum). (Fr, 18. 09. - Di, 22. 09.)
        Moseltal bei Cochem

      Bernkastel-Kues

      • Nochmals Rheintal: Wir fahren über Idar-Oberstein wieder zurück ins Rheintal und bleiben nochmals zwei Nächte am Camping "Loreleystadt", denn wir wollen eine Etappe vom Rheinsteig wandern. (Mi, 23. 09. - Do, 24. 09.)
        Mehr über unsere Outdoor-Aktivitäten hier: https://hw-outdoor.blogspot.com/2020/10/rhein-ahr-und-mosel-wandern-und-radeln.html
      • Therme und Rückreise: Letzte Station unserer Reise ist die Kurstadt Bad Ems, wo wir in der Therme relaxen. Eine Nacht am Stellplatz, dann geht es zurück nach Hause. Denn die spätsommerliche Schönwetterperiode ist endgültig zu Ende, und auf der Heimfahrt fahren wir ab Regensburg im Dauerregen. (Fr, 25. 09.)
      Insgesamt haben wir etwa 2100 km zurückgelegt, alles hat perfekt funktioniert! Allerdings sind die Camping- und Stellplätze ziemlich voll, und wir haben überall reserviert. Campingurlab dürfte im Coronajahr 2020 wirklich die Urlaubsvariante Nr. 1 sein! Die Corona-Abstandsregeln werden hier in Deutschland (und vor allem auf den Campingplätzen) sehr genau eingehalten, wenn auch manchmal ein bisschen eigenartig und übertrieben (z. B. bei Isolde am Camping Loreleystadt). 

      Freitag, 28. August 2020

      WOMO-Touren im Corona-Sommer

      Geplant war: eine ausgedehnte Fahrt im Frühling nach Spanien! Dann kam Corona - und das Wohnmobil blieb noch bis Anfang Juni in der Garage. Aus der Fahrt quer durch Europa werden dann einige kleine, aber feine Touren in der Nähe:

      Tour 1: Salzkammergut (04. - 09. 06.)
      Der Start verzögert sich um einen Tag, da die Gasversorgung und Elektrik im Womo spinnt. Nach einem Besuch in der Werkstatt bei Pfaff in Obergrafendort (Elektroblock ausgetauscht, Reset bei der Gasversorgung) starten wir am Donnerstag, 04. 06. Hier die Stationen unserer Reise:
      • Womo-Stellplatz Ebensee (Trauneck): Mit dem Schiff nach Gmunden, dort gemütlicher Stadtspaziergang, zurück mit der Traunseetram und dem Zug. 
      • Die nächsten drei Tage verbringen wir am Campingplatz beim Staudnwirt zwischen Bad Aussee und Grundlsee. Wanderungen (Trisselwand, Loser) bei Schönwetter. https://hw-outdoor.blogspot.com/2020/06/salzkammergut-berge-und-seen.html
      • Am Montag, 08. 06. ist es mit dem Schönwetter vorbei. Wir besuchen noch die Koppenbrüllerhöhle und fahren über Pass Gschütt und Salzburg (IKEKA) nach Mondsee. Wegen Dauerregen brechen wir die Tour ab und fahren über Linz und Kefermarkt (Flügelaltar), Mühl- und Waldviertel nach Hause.  
      Am Campingplatz im Ausseerland
      Tour 2: Kärnten (08. - 15. 07.)
      Eine Tour quer durch Österreich mit Kärnten als Ziel steht auf dem Programm unserer zweiten Tour:
      • Wir starten bei strahlendem Schönwetter über Gaming - Präbichl - Murtal bis zu einem Stellplatz auf der Turracher Höhe (Mi, 08. 07.).
      • Unsere Fahrt über die Nockalmstraße unterbrechen wir mit einer Wanderung auf den Königstuhl. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung in Gmünd fahren wir über die Maltatal-Hochalpenstraße bis zur Kölnbreinsperre. (Do, 09. 07.)
      • Der nächste Tag steht ganz im Zeichen einer wunderschönen, aber dann sehr anstrengenden und langen Bergtour auf den Großen Hafner - mehr im Outdoor-Weblog: https://hw-outdoor.blogspot.com/2020/07/karnten-hoch-oben.html
      • Nächste Station ist der Garten von Harald und Sonja in Ferlach. Von dort unternehmen wir eine Kulturtour (Maria Saal - Weingut Taggenbrunn - Kunstmarkt in Wernberg / So, 12. 07.).
      • Auf der Fahrt zu unserem letzten Ziel, dem neuen Campingplatz "Hochoben" in Mallnitz, besichtigen wir das Schloss Porcia in Spittal an der Drau. Von Mallnitz aus unternehmen wir eine Radtour über die alte Bahntrasse der Tauernbahn und durch das Mölltal bis Spittal an der Drau (Di, 14. 07.)
      • Durch die Tauernschleuse und über die Tauern- und Westautobahn fahren wir wieder nach Hause - denn da warten schon die Marillen auf die Ernte!
      Wir genießen die Woche im WOMO bei heißem und kühlem Wetter, jetzt funktioniert alles bestens! Warmwasser, Dusche, Heizung -so soll es sein!

      Stellplatz am Malta-Stausee: Ausgangspunkt für unsere Bergtour auf den Gr. Hafner

      Tauernschleuse Mallnitz - Böckstein

      Tour 3: Tirol (19. - 27. 08.)
      Die dritte Womo-Tour unternehmen wir rund um eine Bergtour mit einer Gruppe des ÖAV St. Pölten in den Stubaier Alpen (siehe ...).
      • Wir starten mit einer Fahrt quer durch Österreich (Tauernautobahn, Tauernbahn-Museum in Schwarzach) und übernachten auf dem Campingplatz "Maurerhäusl" bei Hochfilzen (Mi, 19. 08.).
      • Am nächsten Tag fahren wir ins Gschnitztal, wo wir das Womo am Wanderparkplatz beim Gasthaus Feuerstein abstellen und die fünf anderen Mitglieder der ÖAV-Wandergruppe treffen (Do, 20. 08.).
      • Nach einer dreitägigen Bergtour bei herrlichem Wetter (Adlerweg) kommen wir gerade rechtzeitig vor einem heftigen Gewitter wieder zurück und fahren bis zum Campingplatz Innsbruck-Kranebitten (Sa, 22. 08.)
      • Nach einem gemütlichen Tag in Innsbruck sichern wir uns am gut besuchten Achensee einen Platz am Karwendel-Camping in Maurach. Von dort unternehmen wir zwei Wanderungen (Mo, 24. bis Mi, 26. 08.)
      • Nach so vielen Aktivtagen beenden wir den Aufenthalt am Achensee mit einer gemütlichen Stunde auf der Liegewiese am Ufer des Achensees und fahren über Achenpass - Tegernsee und die A8 wieder nach Hause (Do, 27. 08.)
      Aufbruch zum "Adlerweg" in den Stubaier Alpen

      Blick auf den Achensee von oben

      Müde, aber glücklich zurück von der Bergtour


      Mittwoch, 15. April 2020

      Reisen zu Zeiten der Corona-Krise

      Sehen so die Zukunftspläne des Reisens aus?
      Quelle: Salzburger Nachrichten, 9. April 2020

      Montag, 9. März 2020

      Guadeloupe - Dominica - Martinique

      Eine weitere Fernreise steht in diesem Winter auf dem Programm: Insel-Hopping auf den Kleinen Antillen. Wir haben eine Gruppenreise bei Weltweitwandern gebucht, die vom deutschen Partner Schulz-Aktiv-Reisen durchgeführt wird. Unter der kompetenten Leitung von Guide Sebastian verbringen wir gemeinsam mit zehn anderen Mitreisenden je fünf Tage auf jeder der drei Inseln, wobei Wanderungen durch vielfältige Natur- und Kulturlandschaften im Mittelpunkt stehen. Mehr darüber im Outdoorblog:
      www.hw-outdoor.blogspot.com
      Unsere Reiseroute auf den drei Inseln

      Guadeloupe (Sa, 22. 02. bis Do, 27. 02.):
      In diesem französischen Überseedepartement hat man einerseits den Eindruck, mitten in Frankreich zu sein, andererseits vermittelt die Insel natürlich Karibik-Feeling. Wir sind in einem Ressort an der Westküste in Deshaies untergebracht, wo wir in wenigen Minuten den Karibikstrand erreichen können. Die Wanderungen führen durch den Regenwald und auf den Vulkan La Souffrière.

      Dominica (Do, 27. 02. - Di, 03. 03.):
      Diese Insel vermittelt einen ganz anderen Eindruck. Als unabhängiger Staat und Mitglied des Commonwealth steht Dominica auf der Stufe eines Entwicklungslands - mit den typischen Merkmalen: wenig Tourismus, aber das Flair des Ursprünglichen. Im Oktober 2017 wurde die Insel vom Hurrican Maria fast zur Gänze verwüstet - die Folgen sind auch heute noch sichtbar.

      Martinique (Di, 03. 03. - Sa, 07. 03.):
      Nach der Anlandung mit dem Schnellboot in Fort-de-France, dem städtischen Zentrum der Insel mit mehr als 80 000 Einwohnern, fahren wir zunächst über die verkehrsreiche Autobahn in den Osten der Insel. Wir verbringen vier Tage auf der Presqu'Ile (Halbinsel) de la Caravelle - mit zwei Wandertagen und zwei Tagen zum Chillen am Strand - schließlich muss auch herkömmliches Karibik-Feeling sein!

      Der Krater des Vulkans La Souffrière (Guadeloupe)

      Versteckte Wasserfälle im Regenwald (Dominica)


      Sonnenuntergang am Karibikstrand (Grande Anse, Guadeloupe)

      Leckere Cocktails gehören zum Karibik-Feeling!


      Freitag, 6. Dezember 2019

      Kolumbien: von den Anden zur Karibik

      Ein Land jenseits aller Klischees
      Kolumbien - dieses Land wird allgemein mit negativen Dingen in Zusammenhang gebracht: Drogenmafia, Bürgerkrieg, Guerillas, Entführungen, … Nach dem Friedensschluss 2016 und dem Friedensnobelpreis an Präsident Marcos präsentiert sich das Land - von wenigen Randgebieten abgesehen - nun durchaus als friedliches und gastfreundliche Destination. Wenn "Lonely Planet" dieses Land im Jahr 2017 zur zweitbesten Reisedestination kürt, muss doch etwas dran sein. Tatsächlich rangiert dieses Land in mehrfacher Hinsicht ganz vorne:
      • Platz drei im Hinblick auf Biodiversität
      • mit fast 50 Mio. Einwohnern zweiter Rang in Südamerika nach Brasilien
      • Platz 7, wenn man die Menschen fragt, wie glücklich sie sich fühlen
      Die Reise
      Vom 14. November bis 4. Dezember bin ich Teil einer Gruppe von 11 Wanderbegeisterten, die das Programm "Von den Anden zur Karibik" bei "Weltweitwandern" gebucht haben. Neben neun Wandertagen steht auch viel Kultur auf dem Programm. Begleitet werden wir von Holger Weber - einem deutschen Expat, der seit mehr als zwei Jahrzehnten in Kolumbien lebt und uns mit jeder Menge interessanter Informationen über das Land versorgt.
      Unsere Reiseroute
      Die Hauptstadt Bogota
      Am Beginn der Reise steht die Hauptstadt, gelegen auf 2600 m Höhe. Mit mehr als 10 Mio. Einwohnern leben mehr als 20% in der Metropolenregion. Auf dem Besichtigungsprogramm stehen die Altstadt ("Candelaria"), das Goldmuseum und die Colección de Arte. Eine Wanderung auf den Aussichtsberg Cerro de Monserrate (3152m) dient der Höhenanpassung und bietet einen Ausblick auf die Stadt. (Fr, 15. 11.)
      Blick auf das Zentrum von Bogota vom Monserrate
      Cocuy-Nationalpark und Villa de Leyva
      Mit einem Zwischenstopp in der Salzkathedrale von Zipaquirá und am Lago de Tota fahren wir in den östlichsten Gebirgszug der kolumbianischen Anden. Im Cocuy-Nationalpark unternehmen wir drei Wanderungen bis in Höhen von 4900m (siehe auch https://hw-outdoor.blogspot.com/2019/12/kolumbien-von-den-anden-zur-karibik.html). Auf dem Rückweg machen wir Station in Villa de Leyva - bekannt durch den einmalig schönen Dorfplatz im Kolonialstil. (So, 17. 11. - Sa, 23. 11.)
      Lago da Tota

      Villa de Leyva
      Tayrona-Nationalpark, Ciudad Perdida und Cartagena
      Im zweiten Teil der Reise befinden wir uns an der Karibikküste im Norden des Landes. Nach einem Besuch im Tayrona-Nationalpark folgt der zweite Outdoor-Höhepunkt: die viertägige Dschungelwanderung zur Ruinenstadt Ciudad Perdida. Abschluss der Reise ist ein zweitägiger Aufenthalt in der Karibikmetropole Cartagena. Deren Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe. Das pulsierende Leben in der kolonialen Altstadt fasziniert nicht nur unsere Reisegruppe, sondern ist auch Attraktion für viele Touristen aus aller Welt. (Mo, 25. 11. - Mo, 02. 12.)

      Karibikküste (Tayrona-Nationalpark)

      Schmucke Kolonialhäuser in Cartagena

      Fazit: Licht- und Schattenseiten
      Kolumbien ist ein Land, in dem Touristen noch willkommen sind! Da es - wenige Orte ausgenommen - noch nicht überlaufen ist, wird man als Gast gesehen, und die Einheimischen begegnen einem in der Regel freundlich und mit einem Lächeln. Die dunklen Seiten sind für den Touristen in der Regel nicht so klar erkennbar. Dazu gehören die vielen Binnenvertriebenen aufgrund des Jahrzehnte langen Bürgerkrieges und die vielen Flüchtlinge, die aus dem Nachbarland Venezuela nach Kolumbien strömen. Deren Zahl wird derzeit auf eine Million geschätzt! Zwar sind die vielen Straßenhändler in den Städten, die versuchen ihre Produkte zu verkaufen, für Reisende nicht von den Kolumbianern zu unterscheiden. Anders ist es bei Menschen, die mit ihrem spärlichen Hab und Gut entlang der Hauptverkehrsstraßen unterwegs sind. Sie gehören zu den Ärmsten im Land.
      Trotz des stabilen wirtschaftlichen Wachstums, das Kolumbien seit den 1990er Jahren prägt, ist die für ein Entwicklungsland typische Kluft zwischen Reich und Arm weiterhin vorhanden. Als Tourist kommt man in der Regel ja nicht in die Siedlungsgebiete der Ärmsten eines Landes. Immerhin versucht die Regierung, die sozialen Probleme in den Griff zu bekommen, was ihr nach dem Friedensschluss mit den Rebellen und mit ausländischer Unterstützung in zunehmendem Ausmaß gelingt.
      Flüchtlinge aus Venezuela sind dankbar für jede kleine Gabe